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Stahl-Auffangwannen nach AwSV prüfen lassen

Sichere Rückhaltung wassergefährdender Stoffe beginnt mit einer funktionstüchtigen Auffangwanne.

Stahl-Auffangwannen kommen in vielen Betrieben zur Lagerung und zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zum Einsatz. Im Laufe der Zeit können jedoch Korrosion, Beschädigungen, Undichtigkeiten oder Veränderungen an der Anlage die Rückhaltefunktion beeinträchtigen.

Knöppler prüft Stahl-Auffangwannen im Rahmen der AwSV-Anforderungen und beurteilt ihren Zustand, ihre Dichtheit und ihre Eignung für den vorgesehenen Einsatz.


🔍 Was wird bei einer Stahl-Auffangwanne geprüft?

💧 Dichtheit

Die Auffangwanne muss wassergefährdende Stoffe zuverlässig zurückhalten können.

Wir achten unter anderem auf:

  • sichtbare Undichtigkeiten
  • Risse und Beschädigungen
  • Löcher und Durchrostungen
  • beschädigte Übergänge und Ecken
  • nachträglich eingebrachte Öffnungen
  • undichte oder problematische Abläufe

🛡️ Korrosion & Materialzustand

Stahl-Auffangwannen sind häufig über viele Jahre im Einsatz. Korrosion kann dabei die Dichtheit und Stabilität beeinträchtigen.

Kontrolliert werden beispielsweise:

  • Oberflächenkorrosion
  • Lochfraß
  • Materialabtrag
  • Durchrostungen
  • Korrosion an Schweißnähten
  • Unterrostung von Beschichtungen

Entscheidend ist nicht allein, ob Rost vorhanden ist, sondern ob die erforderliche Funktion der Auffangwanne noch gewährleistet ist.


🔩 Schweißnähte & Konstruktion

Schweißnähte und Übergangsbereiche sind besonders relevant für die Dichtheit einer Stahl-Auffangwanne.

Geprüft werden unter anderem:

  • sichtbare Risse
  • Beschädigungen
  • Korrosion an Schweißnähten
  • auffällige Übergänge
  • Verformungen des Wannenbodens oder der Wannenwände

Auch nachträgliche Veränderungen an einer Auffangwanne können relevant sein.


📏 Rückhaltevolumen

Eine Auffangwanne muss über ein ausreichendes Rückhaltevolumen verfügen.

Welches Volumen erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Anlage und ihrer Nutzung ab. Dabei können beispielsweise Lagerung, Abfüllung oder Umschlag unterschiedliche Anforderungen auslösen.

Bei der Prüfung wird deshalb betrachtet:

  • welches Volumen erforderlich ist
  • welches Volumen tatsächlich vorhanden ist
  • ob das Volumen vollständig nutzbar ist
  • ob die Wanne durch Flüssigkeiten, Ablagerungen oder Gegenstände teilweise blockiert wird

🧪 Beständigkeit

Die Auffangwanne muss für den jeweiligen Einsatz geeignet sein.

Dabei spielen unter anderem eine Rolle:

  • gelagerter bzw. verwendeter Stoff
  • Wassergefährdungsklasse (WGK)
  • Werkstoff der Auffangwanne
  • vorhandene Beschichtung
  • chemische Beständigkeit

Nicht jede Stahlwanne bzw. Beschichtung ist automatisch für jeden wassergefährdenden Stoff geeignet.


🎨 Beschichtung & Korrosionsschutz

Beschichtete Stahl-Auffangwannen werden auch hinsichtlich ihres Oberflächenschutzes betrachtet.

Auffälligkeiten können beispielsweise sein:

  • Abplatzungen
  • Blasenbildung
  • Risse
  • Unterrostung
  • beschädigte Schutzschichten
  • freiliegender Stahl

Eine beschädigte Beschichtung sollte insbesondere dann näher betrachtet werden, wenn dadurch die Dichtheit oder Beständigkeit der Auffangwanne beeinträchtigt werden kann.


⚠️ Typische Mängel an Stahl-Auffangwannen

Bei älteren oder stark beanspruchten Auffangwannen treten häufig folgende Probleme auf:

Möglicher Mangel

  • Durchrostungen
  • starker Materialabtrag
  • Undichtigkeiten
  • beschädigte Schweißnähte
  • Verformungen
  • beschädigte Beschichtung
  • unzulässige Öffnungen oder Abläufe
  • nicht ausreichendes Rückhaltevolumen
  • fehlende oder nicht eindeutige Nachweise

📋 Welche Anforderungen gelten?

Die Anforderungen an eine Stahl-Auffangwanne ergeben sich nicht allein aus dem Werkstoff Stahl.

Maßgeblich sind unter anderem:

⚖️ AwSV

Die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) enthält die grundlegenden Anforderungen an Rückhalteeinrichtungen.

Eine Auffangwanne muss insbesondere geeignet sein, austretende wassergefährdende Stoffe sicher zurückzuhalten.

📐 StawaR

Für bestimmte Stahl-Auffangwannen bis zu einem Rauminhalt von 1.000 Litern ist die StawaR – Richtlinie über die Anforderungen an Auffangwannen aus Stahl relevant.

Sie enthält technische Anforderungen an entsprechende Stahl-Auffangwannen.

❗ Wichtig

Es gibt keine pauschale AwSV-Vorgabe, nach der jede Stahl-Auffangwanne beispielsweise eine bestimmte Blechdicke haben muss.

Bei der Beurteilung sind vielmehr Bauart, Verwendungszweck, Stoff, Herstellerangaben, Zulassungen und weitere Nachweise zu berücksichtigen.


Prüfung im Zusammenhang mit der gesamten Anlage

Eine Auffangwanne sollte nicht isoliert betrachtet werden.

Entscheidend ist das Zusammenspiel von:

Behälter → Auffangwanne → Rückhaltevolumen → wassergefährdender Stoff → Aufstellung → betriebliche Nutzung

Deshalb betrachtet Knöppler die Auffangwanne im Zusammenhang mit der gesamten AwSV-Anlage.


Wie läuft die Prüfung ab?

01 · 📋 Aufnahme

Erfassung der relevanten Anlagendaten und der verwendeten wassergefährdenden Stoffe.

02 · 👁️ Sichtprüfung

Kontrolle von Auffangwanne, Schweißnähten, Beschichtung, Korrosion, Verformungen und möglichen Beschädigungen.

03 · 📏 Rückhaltevolumen

Bewertung des erforderlichen und tatsächlich verfügbaren Rückhaltevolumens.

04 · 🧪 Eignung

Betrachtung von Werkstoff, Beschichtung und Beständigkeit gegenüber dem eingesetzten Medium.

05 · ⚠️ Mängelbewertung

Festgestellte Auffälligkeiten werden dokumentiert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Rückhaltefunktion bewertet.

06 · 📄 Dokumentation

Die Ergebnisse der Prüfung werden nachvollziehbar dokumentiert.


Stahl-Auffangwanne prüfen lassen

Sie sind Betreiber einer Anlage mit Stahl-Auffangwannen und möchten wissen, ob diese noch den Anforderungen entsprechen?

Knöppler unterstützt Betreiber bei der Prüfung und Bewertung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Wir beurteilen den Zustand der Auffangwanne und berücksichtigen dabei die konkrete Anlage, die verwendeten Stoffe und die geltenden technischen Anforderungen.

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Häufige Fragen

Muss eine Stahl-Auffangwanne immer 5 mm dick sein?

Nein. Die AwSV schreibt nicht pauschal eine Blechdicke von 5 mm für jede Stahl-Auffangwanne vor. Je nach Bauart können beispielsweise Anforderungen der StawaR oder einer entsprechenden Zulassung gelten.

Ist Rost automatisch ein Mangel?

Nein. Entscheidend sind Art und Ausmaß der Korrosion. Oberflächenrost ist anders zu bewerten als Lochfraß, starker Materialabtrag oder eine Durchrostung.

Wie groß muss eine Auffangwanne sein?

Das erforderliche Rückhaltevolumen hängt von der konkreten Anlage und deren Nutzung ab. Deshalb muss das Volumen individuell betrachtet werden.

Kann eine alte Stahl-Auffangwanne weiter betrieben werden?

Das Alter allein entscheidet nicht über die weitere Verwendbarkeit. Entscheidend sind unter anderem Zustand, Dichtheit, Tragfähigkeit, Rückhaltevolumen, Beständigkeit und vorhandene Nachweise.

Was passiert bei festgestellten Mängeln?

Die Mängel werden dokumentiert und bewertet. Abhängig von Art und Bedeutung können beispielsweise Instandsetzung, Nachbesserung oder weitere technische Nachweise erforderlich sein.